Langzeitbelichtungen (LZB)

"Einsamkeit gehört zum Leben eines Fotografen". Dieses Zitat von Raymond Depardon trifft den Nagel auf den Kopf. In der Landschaftsfotografie und insbesondere bei der Arbeit mit langen Belichtungszeiten arbeitet man häufig allein oder mit einem Freund zusammen, der selbst ein Faible für diese Art der Fotografie hat. Hinzufügen würde ich noch, dass es viel Geduld braucht - denn mit der Serienbildfunktion können keine Langzeitbelichtungen eingefangen werden.

 

Mit der Langzeitbelichtung kann vor allem wiedergegeben werden wie die Zeit vergeht. Es geht darum nicht um die Suche nach dem "entscheidenen Moment" oder um einen Schnappschuss, sondern es geht um den Augenblick auf mehrere Sekunden oder gar Minuten auszudehnen um Bewegungen innerhalb des Motivs  einzufangen (Wolken, Wellen etc.).

 

Der Zeitfaktor kommt in doppelter Hinsicht zum Tragen, vor allem natürlich in den ungewöhnlich langen Belichtungszeiten, aber auch in der bedachten Arbeitsweise, die einer sorgfältigen Vorbereitung bedarf. Und auch das Ergebnis lässt auf sich warten - denn das Ergebnis ist selbst von einem erfahren Fotografen nur schwer vorhersehbar. Natürlich gibt es Enttäuschungen, aber die positiven Überraschungen überwiegen. (Literatur: Langzeitbelichtungen mit ND Filtern, Christophe Audebert)